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Die Sonnendiebe - vollständiges Interview Cara St.Louis (deutsch) - Bewusst.tv Febr.2013

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STIMME RUSSLANDS Der Klimawandel, der sich immer merhr spüren lässt, zwingt viele, darüber nachzudenken, ob der Mensch das Klima unter Kontrolle nehmen kann.
STIMME RUSSLANDS
Der moderne Begriff „Geoengineering“ bedeutet eine radikale Einmischung des Menschen in die Naturprozesse. Die Anhänger dieser relativ neuen Wissenschaft schlagen vor, Spiegel in eine Erdumlaufbahn zu bringen, die das Sonnenlicht reflektieren; die Sahara mit Eukalyptusbäumen zu bepflanzen, damit sie die Feuchtigkeit anziehen; Kohlendioxid in unterirdische Reservoire zu pumpen; mit Hilfe spezieller Schiffe Meereswasser zu verdampfen, damit sich weiße Wolken bilden können.

Teilweise hat die Natur selbst solche Methoden vorgesagt. Zum Beispiel haben die Wissenschaftler schon lange bemerkt, dass sich nach einem Vulkanausbruch, wenn eine riesige Menge kleinster Materie in die Atmosphäre gelangt, ein eigenartiger Schirm bildet. Er verhindert das Durchdringen der Sonnenstrahlen zur Erdoberfläche, und dort sinkt die Temperatur.

Vom physikalischen Standpunkt aus betrachtet kann man tatsächlich auf das Klima einwirken. Die Gefahr einer solchen Einmischung in die Natur bestehe jedoch darin, dass die Folgen katastrophal sein können, sagt der Leiter des Programms „Klima und Energiewirtschaft“ beim WWF Russland, Alexej Kokorin:

„Wenn wir etwas unternehmen, was die Sonnenstrahlung reflektiert, zum Beispiel einen Schirm aus winzigen Wassertropfen – einen sogenannten Sulfat-Schirm, oder einen Spiegel schaffen, der uns vor der Sonne schützt, so kann sich die Umverteilung der Sonnenstrahlung zwischen den Polen und dem Äquator verändern, und dieser Prozess wird eine neue Eiszeit einleiten. Deshalb resümieren die Wissenschaftler, dass in der Natur keine großangelegten Experimente durchgeführt werden dürfen.“

Trotzdem werden immer öfter Stimmen zugunsten der Geoengineering-Projekte laut. Attraktiv macht sie vor allem die einfache Lösung von Problemen. Viele Ökonomen schätzen diese Technologien als am meisten effektiv ein. Eben weil sich ein spürbares Ergebnis nicht erst nach Dutzenden oder Hunderten von Jahren erzielen lässt, wie es zum Beispiel das Kyoto-Protokoll vorsieht, sondern bereits in zwei bis drei Jahren.

Professor Sergej Awakjan von der Sankt Petersburger Polytechnischen Universität meint, wenn man sich schon in das Leben der Erde einmische, so sollte das mit harmloseren Mitteln geschehen. Zum Beispiel durch das Pflanzen von Wäldern.

„Man muss Wälder pflanzen, am besten funktionieren zur Akkumulierung von Kohlendioxid durch die Photosynthese die borealen Nadelwälder – die Taiga-Wälder. Es gibt sie nur auf der Nordhalbkugel in Russland und Kanada. Das Pflanzen solcher Wälder, nicht aber ihre Abholzung, kann wirklich eine bedeutende Rolle spielen. Und es gibt diesbezügliche Kalkulationen.“

Die Kritiker der Geoengineering-Methoden verweisen noch auf einen weiteren Umstand. Die Menschheit ist vorerst nicht zu einer radikalen Einmischung in die Klimaprozesse bereit, denn es existieren heute keinerlei internationale Verträge, die derartige Projekte regulieren.

Indessen besitzt das Geo-Engineering als wissenschaftliches Thema eine Existenzberechtigung. Forschungen auf diesem Gebiet zu verbieten, wäre gewiss die schlechteste Politik, meinen die Experten. Gerade die offene Erörterung erlaubt es ja, alle Vor- und Nachteile einzuschätzen.
http://german.ruvr.ru/2014_01_23/Die-Geoingenieure-wollen-das-Klima-auf-...



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